Futter Know-how Inhaltsstoffe im Trockenfutter

MY-PET Redaktion , 04/07/2012 12:00

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Inhaltsstoffe im Trockenfutter Weißt du denn was sie bedeuten?

 Kauft man Trockenfutter, dann wird man auf dem Etikett in der Regel folgendes lesen:

  • Rohprotein            x %
  • Rohfett                 x %          
  • Rohasche              x %          
  • Rohfaser               x %

Meist sind noch zusätzliche Angaben zu lesen, wie z.B. Omega-6- oder Omega-3-Fettsäuren oder auch spezielle Angaben zu Vitaminen oder Mineralstoffen. Die Deklaration von Futtermitteln unterliegt der Futtermittelverordnung und deshalb sehen die Etiketten von verschiedenen Trockenfutterherstellern, die in Deutschland produzieren, alle sehr ähnlich aus. 

Was fällt aber nun unter Rohprotein, Rohfette, Rohasche und Rohfaser?

Proteine (Eiweiß) sind sehr wichtige Bausteine für den Körper. Sie sind aus sogenannten Aminosäuren zusammengesetzt und werden beispielsweise für den Muskelaufbau benötigt. Bei den Aminosäuren, die die Proteine bilden, unterscheidet man zwischen essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren. Erstere muss der Hund mit der Nahrung aufnehmen, da der Körper sie nicht selber herstellen kann, letztere kann der Körper selbst herstellen. Das Protein im Futter ist vor allem in Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen enthalten. Tierische Nebenerzeugnisse sind z.B. Pansen, Herz und Leber. Aber auch pflanzliche Quellen wie z.B. Maiskleie oder Soja können Proteine liefern. Über die Verdaulichkeit des Proteins, also die Möglichkeit des Körpers das Eiweiß auch zu nutzen, sagt der auf dem Etikett stehende Prozentsatz nicht unbedingt etwas aus. Die Verdaulichkeit des Proteins wird auch als Biologische Wertigkeit bezeichnet. Die Aussage ist so gering, weil auch in einem Futter mit viel Rohprotein die Verdaulichkeit geringer sein kann als bei einem Futter mit wenig Rohprotein.

Fette sind für den Energiehaushalt entscheidend. Sie liefern die notwendigen Kalorien für den Hund. Fette bestehen aus tierischen Fetten, z.B. fetthaltigem Fleisch, aber auch Ölen. Auch in diesem Bereich gibt es essentielle Fettsäuren, das heißt der Hund muss sie - genauso wie bestimmte Aminosäuren- mit der Nahrung aufnehmen. Dazu gehört die Linolsäure, die z.B. in Sonnenblumenöl enthalten ist. Neben der Funktion als Energielieferer sind Fette auch notwendig, damit vom Körper im Magen-Darm-Trakt die fettlöslichen Vitamine aufgenommen werden können.

Rohasche bedeutet nicht, dass in diesem Futter Asche als Abfallprodukt enthalten ist. Man bezeichnet mit Rohasche, die für den Hund essentiellen Mineralien und Spurenelemente, die er zum Körperaufbau und zur Gesunderhaltung benötigt. Bei der Futtermittelanalyse wird das Futter unter kontrollierten Bedingungen analysiert. Die beim letzten Schritt (nach Verbrennung) übrigbleibenden Bestandteile sind dann die Mineralien und die Spurenelemente, die sogenannte Rohasche.

Rohfaser sind die sogenannten Ballaststoffe. Sie gehören zu den Kohlenhydraten und sind Fasern, die in der Regel pflanzlichen Ursprungs sind. Im Futter enthalten sind lösliche und nicht lösliche Fasern. Während Cellulose beispielsweise durch den Darm wandert, ohne aufgeschlossen und verdaut zu werden, können lösliche Fasern (z.B. aus Zuckerrübenschnitzeln) vom Körper aufgeschlossen und genutzt werden. Aber auch die nicht löslichen Fasern sind notwendig für den Körper, da sie aufgrund ihres „Durchwanderns“ durch den Verdauungsapparat die Darmtätigkeit fördern.

Zusätzliche Angaben wie z.B. Vitaminangaben, sind beispielsweise in I.E. angegeben. I.E. ist eine Maßeinheit für Vitamine und bedeutet Internationale Einheit. So kann man bei Bedarf sich noch genauer über den einzelnen Gehalt an Vitaminen im Futter informieren. 

Wir möchten sehr gerne auch diejenigen zu Wort kommen lassen, die es am Besten wissen müssten: Euch, unsere Community. Viele sind jahrelange Hundehalter und haben im Laufe der Zeit wertvolle Erfahrungen gesammelt von denen die Allgemeinheit profitieren kann. Lasst uns doch im Forum diskutieren und überprüfen, ob über die Jahre gefestigte Meinungen zu Futtersorten und der Ernährung noch haltbar sind, oder inzwischen längst überholt. 

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