Leben mit Hund

Hundesteuer verletzt Menschenrechte !!!
Uschi Bröer
  • 5,9 Mio. offizielle Luxusgeschöpfe, sprich unsere Hunde, laufen in Deutschland herum.
    Nichts anderes ist der Hintergrund dieser Hundesteuer, die im Jahre 1810 mit weiteren Steuern, welche den Besitz von Luxusartikeln(Dienstboten, Pferdeschlitten, Klaviere etc.) betrafen, ins Leben gerufen wurden.

    Einige Steuern fielen irgendwann flach, die Hundesteuer blieb jedoch.

    Ausser Deutschland wird die Hundesteuer nurmehr noch in zwei Staaten erhoben in Österreich & Namibia.

    Das Grundgesetz bezeichnet ein Tier als "Mitgeschöpf". Weshalb kann dann ein Sozialpartner, sprich Hund mit einer Sachsteuer belegt werden?

    Die Briten schafften bereits 1990 die Hundesteuer ab aufgrund der ethischen Frage.

    Verstösst die Hundesteuer gegen das Grundgesetz???

    Ab 6. Mai 2012 werden Stimmen gesammelt unter:

    www.stopptdiehundesteuer.de

    die dann dem Europäischen Gerichtshof in Strassburg vorgelegt werden für eine tierfreundlichere Welt- auf jeden Fall für eine Gerechtere!!!

    Hinter diesem Aufruf stehen u.a. der

    Deutsche Tierschutzbund
    Verband für das Deutsche Hundewesen
    Tierschutzorganisation TASSO
    Zeitschrift "Dogs"

    Wer möchte kann sich also dort beteiligen, um evtl. den ständigen Erhöhungen der Hundesteuer Einhalt zu bieten oder gar eine Abschaffung der Steuer zu erwägen.

  • Gestartet am : 06/05/2012

Uschi Bröer

Ich werde mich natürlich an dieser Kampagne beteiligen, da auch ich gerade einen Kampf gegen das Ordnungsamt der Stadt Leichlingen & das Veterinäramt des Rheinisch Bergischen Kreises aufgenommen und Klage beim OLG Köln eingereicht habe.

Mal schauen, wer den längeren Atem hat.

LG
Uschi & Fenja

my-pet RALF

Hallo Uschi,

das ist rechtlich ein sehr interessanter Ansatz gegen die Hundesteuer, da bin ich wirklich gespannt.

Aber was ist denn bei dir los?
Welche Probleme hast du mit dem Ordnungs- und Veterinäramt? Das klingt ja nicht so gut!

Liebe Grüsse,
Ralf

Horst

Ich bin bei den Erfolgschancen der Klage von Elmar Vitt etwas skeptisch, bei staatlichen Einnahmen durch die Hundesteuer in Höhe von 258 Millionen Euro (Zahl vom Statistischen Bundesamt aus dem Jahr 2010) kann ich mir kaum vorstellen, daß die Klage Erfolg haben wird. Aber es zeugt von großer Courage, daß hier jemand ein Zeichen setzt und diese Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg einreicht hat. Ich habe diese Online Petition auch bereits unterstützt.
Die Argumente der Gegner zählen für mich nicht, hauptsächlich vorgebrachte Argumente sind von den Kommunen die Kosten für die Straßenreinigung, ich finde hier sollten eher die Strafen für Hundehalter, die den Kot ihres Hundes nicht aufsammeln und entsorgen, bundesweit angepasst und vielleicht auch verschärft werden. Wahrscheinlich müsste man dies auch stärker kontrollieren. Mich ärgert es nämlich auch, wenn ich Hundehaufen auf dem Gehsteig oder der Wiese sehe oder gar hineintrete. Aber mich ärgern auch Kaugummis auf dem Gehweg und dafür gibt es noch keine zusätzliche Steuer!

Frankreich, England, Schweden, Spanien und Dänemark haben die Hundesteuer bereits abgeschafft. Die Hundesteuer gibt es seit dem Mittelalter, aber das ist doch längst vorbei. Und Deutschland hat dies als einziges Land in Europa noch nicht eingesehen. Oder was denkt ihr?

my-pet TEAM

Für noch weitere Hintergrundinfos kann ich den Artikel / das Interview auf Welt Online (http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article106261131/Hundesteuer-ist-unethisch-und-ungerecht.html) empfehlen.

Was mir bei dem "Stimmen sammeln" nicht ganz klar ist: wofür werden denn die Stimmen verwendet? Einfach nur als Anhaltspunkt? Es scheint ja keine offizielle Petition zu sein?

Viele Grüße
Katja

my-pet TEAM

Bisher wurden schon über 60.000 Stimmen gesammelt. Und der Initiator, Rechtsanwalt Dr. Vitt, wird Ende des Monats beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg die Unterschriften übergeben. Deshalb läuft die Kampagne nur noch ein paar Tage.

http://www.dogs-magazin.de/content/hundesteuer/eingabe.html

my-pet TEAM

Heute früh haben die Radionachrichten darüber berichtet. Es wäre übertrieben zu sagen, dass ich schon wirklich wach war und alles mitbekommen hätte.... aber es hieß, dass heute die Beschwerde eingereicht wird / wurde.

Es sind wohl über 80.000 Stimmen zusammen gekommen.

Jetzt muss aber erst einmal die Beschwerde akzeptiert werden und dann erst kann inhaltlich entschieden werden. Wie lange das insgesamt dauert, ist nicht absehbar.

Liebe Grüße
Katja

martha

hallo katja,

es sind viele stimmen zusammengekommen. dasi st gut. es ist traurig wenn es lange dauert, bis eine entcsheidung getroffen wird, aber ich hoffe für uns hundehalter, es wird abgeschafft.

viele gruesse
martha

simalosa

"Rechtsanwalt Elmar Vitt aus Salzhausen in Niedersachen hat über 81 000 Unterschriften gegen die Hundesteuer gesammelt – und eine Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg eingereicht....
Teurer als die Straßenreinigung: Tierfreund will die Hundesteuer per Klage kippen - weiter lesen auf FOCUS Online:"

http://www.focus.de/finanzen/steuern/tid-26576/hundesteuer-teurer-als-strassenreinigung-hundebesitzer-fuehlen-sich-abgezockt_aid_783808.html

bis zu 1056 € / Jahr für einen sogenannten Listenhund? Das schreit nun wirklich zum Himmel. Interessanter Artikel, ich bin schon ganz gespannt, wie es weiter geht.

my-pet RALF

Obwohl die Klage eingereicht wurde, können und sollten weiterhin Stimmen für die Abschaffung der Hundesteuer abgegeben werden und zwar unter:

http://www.dogs-magazin.de/content/hundesteuer/eingabe.html

Dies Initiative ist von den folgenden Beteiligten: Deutscher Tierschutzbund, VDH, TASSO und DOGS


simalosa

@Ralf,
find ich gut, ich bin dabei

simalosa

Sind Hunde, welche sich in der Obhut des Tierschutzes befinden von der Hundesteuer befreit? Ich denke gerade an die vielen Pflegehunde. Meiner hat auch keine Steuermarke. Wie ist das mit diesen Hunden?

simalosa

Ich habe gerade ein wenig recherchiert und bin auf folgendes gestoßen:

die Hundesteuersatzung für alle Kommunen Deutschlands wurden dahin gehend geändert, dass nicht mehr der im Impfpass / EU-Ausweis / Pflegevertrag eingetragene Eigentümer steuerpflichtig ist, sondern derjenige, bei dem sich der Hund / die Hunde über einen längeren Zeitraum aufhält / aufhalten.

Quelle:http://blog.baustelle-hund.de/post/2012/05/09/(Tierschutz)Tiere-machen-angreifbar.aspx

Interessant, ich bin bis dato davon ausgegangen, dass nicht die Pflegefamilie sondern der Verein als Eigentümer zur Zahlung der Hundesteuer verpflichtet werden kann, wenn keine Sonderreglung oder Befreiung vorliegt. Das schockt mich nun doch ein wenig.

my-pet RALF

Das ist aber wirklich ein Problem, davon hatte ich bis dato noch nicht gehört, ich hätte auch gedacht, dass der Verein dafür aufkommt oder eine Befreiuung vorliegt. Das kann für viele Pflegehund/-familien ja ein echtes Problem werden...

my-pet TEAM

Eine höhere Hundesteuer für Bordeauxdoggen und Mastiffs ist erlaubt, der Verwaltungsgerichtshofs hat ein Urteil getroffen, laut Gesetz darf jede Gemeinde ihre Hundesteuer selbst gestalten. Geklagt hatte eine Hundehalterin, denn in der Gemeinde Hoßkirch fallen Bordeauxdoggen und Mastiffs unter Kampfhunde - und die Gemeinde besteuert diese höher, die Hundesteuer für einen Kampfhund beträgt 480 Euro im Jahr, statt 30 Euro. Durch die höhere Steuer möchte die Gemeinde Bordeauxdoggen und Mastiffs reduzieren.

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